Zurück zur ÜbersichtIFU-Anatomie
IFU-Anatomie

Anatomie eines Implantatsausweises

MDR Artikel 18 – Patienteninformation für implantierbare Medizinprodukte

Der erste Abschnitt des Implantatsausweises enthält die personenbezogenen Daten des Patienten: vollständiger Name, Geburtsdatum, ggf. eine eindeutige Patientenkennung des Krankenhauses sowie Angaben zu bekannten Allergien oder Vorerkrankungen, die im Zusammenhang mit dem Implantat relevant sind. Dieser Abschnitt wird in der Regel vom implantierenden Arzt oder der Klinik handschriftlich oder elektronisch ausgefüllt.

Herausforderung

Namensfelder müssen die diakritischen Zeichen und Schriftrichtungen aller EU-Sprachen unterstützen – von skandinavischen Sonderzeichen (å, ø) über mitteleuropäische Diakritika (č, ž, ł) bis hin zu griechischen und bulgarischen kyrillischen Zeichen. Datumsformate variieren erheblich (TT.MM.JJJJ in Deutschland, DD/MM/YYYY in Frankreich, YYYY-MM-DD in Schweden). Zudem müssen vorgedruckte Feldbezeichnungen wie „Name", „Geburtsdatum" und „Allergien" exakt in die Zielsprache übersetzt werden, während das Layout kompakt bleibt – der Ausweis hat typischerweise Kreditkartenformat.

Lösung mit manualworks

manualworks generiert sprachspezifische Implantatsausweis-Vorlagen mit korrekt übersetzten Feldbezeichnungen, landesüblichem Datumsformat und Unicode-kompatiblen Eingabefeldern. Das Layout wird automatisch an die Textlänge der Zielsprache angepasst, sodass alle Informationen auch in wortreicheren Sprachen auf das vorgegebene Kartenformat passen.

Gemäß MDR Anhang III Buchstabe a muss der Implantatsausweis die Identifizierung des Patienten ermöglichen. Die Verarbeitung personenbezogener Daten unterliegt zusätzlich der DSGVO (Verordnung (EU) 2016/679), insbesondere Artikel 9 zum Schutz besonderer Kategorien personenbezogener Daten (Gesundheitsdaten).

Häufig gestellte Fragen

Ist der Implantatsausweis in alle EU-Amtssprachen zu übersetzen?+

Ja. Gemäß MDR Artikel 18 Absatz 1 muss der Implantatsausweis dem Patienten in der Sprache des Mitgliedstaats bereitgestellt werden, in dem das Implantat eingesetzt wird. Da Patienten mit Implantaten innerhalb der EU reisen und medizinische Notversorgung in anderen Ländern benötigen können, empfehlen viele Benannte Stellen zusätzlich eine englische Version. manualworks unterstützt die gleichzeitige Erstellung in allen erforderlichen Sprachen.

Welche Informationen müssen laut MDR auf einem Implantatsausweis stehen?+

MDR Anhang III listet die Mindestanforderungen: Patientenidentifikation, Produktname und -modell, UDI, Losnummer oder Seriennummer, Herstellername und -adresse, erwartete Lebensdauer des Implantats, Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen sowie ggf. Informationen zu MRT-Kompatibilität. manualworks stellt sicher, dass alle Pflichtangaben in jeder Sprachversion vollständig und konform enthalten sind.

Wie unterscheidet sich der Implantatsausweis von der Gebrauchsanweisung?+

Die Gebrauchsanweisung (IFU) richtet sich primär an medizinisches Fachpersonal und enthält detaillierte technische Informationen zu Anwendung, Implantation und klinischem Betrieb. Der Implantatsausweis gemäß Artikel 18 MDR ist hingegen ein Dokument für den Patienten selbst – er muss in allgemeinverständlicher Sprache verfasst sein und enthält die wesentlichen Informationen, die der Patient über sein Implantat kennen muss, einschließlich Notfallinformationen. manualworks verwaltet beide Dokumenttypen in einem integrierten Workflow mit geteilter Terminologie.

Bereit für bessere IFU-Übersetzungen?

Testen Sie manualworks kostenlos — keine Kreditkarte erforderlich.